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Markuspassion, Lipsko, Německo (Pauliner Barockensemble)

25. 03. 2018, 18:00 
Lipsko (Německo), Paulinum 

markuspassion

Johann Sebastian Bach
Trauerode BWV 198
Markuspassion BWV 247
Volker Bräutigam: Evangelienmusik zu Bachs Markuspassion

Daniel Beilschmidt, Orgel
Lisa Rothländer – Sopran
Klaudia Zeiner – Alt
Tobias Hunger (Evangelist) – Tenor
Martin Petzold (Arien) – Tenor
Wolf Matthias Friedrich – Bass

Leipziger Universitätschor
Pauliner Barockensemble auf historischen Instrumenten

Leitung: UMD Prof. David Timm (Bach) und Maria Küstner (Evangelienmusik)

Restkarten an der Abendkasse zu 15 € / ermäßigt 10 €
Restkarten für Studenten an der Abendkasse zu 5 €

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Zum ersten Mal seit 1968: Passionsaufführung des Leipziger Universitätschores im Paulinum – Aula/Universitätskirche St. Pauli

Liebe Freunde des Leipziger Universitätschores,

der Leipziger Universitätschor hat sich bereits seit Anfang Januar auf das jährliche Passionskonzert am Palmsonntag, dem 25. März 2018 um 18 Uhr im Paulinum – Aula/Universitätskirche St. Pauli vorbereitet. In diesem Jahr werden Johann Sebastian Bachs Trauerode BWV 198 sowie Bachs Markuspassion unter der Leitung von Prof. Georg Christoph Biller mit der Evangelienmusik zur Markuspassion von Volker Bräutigam unter der Leitung von UMD David Timm gespielt. Damit findet seit 1968 erstmalig wieder eine Passionsaufführung am angestammten Platz statt.

Die nur als Fragment erhaltene Markuspassion stellt bis zum heutigen Zeitpunkt Musiker wie Wissenschaftler vor eine Herausforderung. Einzig die Besetzung und das Libretto von Picander sind von der Erstaufführung im Jahre 1731 sowie von der 1744er Aufführung überliefert. Die Bachforschung geht allerdings davon aus, dass Bach für seine Komposition das Parodieverfahren benutzte, also bereits vorhandene frühere Kompositionen mit einem neuen Text ausstattete. Es gibt zahlreiche Versuche der Rekonstruktion des Werkes. Die Vertonung des Evangelientextes stellt dabei eine besondere Herausforderung dar. Volker Bräutigam entscheidet sich in seiner Bearbeitung der Markuspassion für eine Ergänzung im zeitgenössischen Kompositionsverfahren und vervollständigt Bachs Komposition durch eine Evangelienmusik, basierend auf einer Zwölftonreihe, die einen lebendigen Kontrast zu Bachs Musik eingeht.

Neben der Markuspassion wird im diesjährigen Passionskonzert Johann Sebastian Bachs Trauerode BWV 198 zu hören sein. Diese komponierte er anlässlich der Beisetzung Christiane Eberhardines, der Frau des Sächsischen Kurfürsten und Herzogs August des Starken. Die Kantate wurde am 17. Oktober 1727 in der Leipziger Universitätskirche uraufgeführt, wo Bach sie selbst vom Cembalo aus leitete. Der Text der Kantate stammt vom Schriftsteller, Literaturtheoretiker und -kritiker Johann Christoph Gottsched, der ab 1730 Professor für Poetik und ab 1734 Professor für Logik und Dichtkunst an der Universität Leipzig war. Nach fast 300 Jahren soll die Trauerode nun zum ersten Mal wieder am neuen, alten Ort ihrer Erstaufführung erklingen und wir laden Sie hiermit herzlich zu diesem Ereignis ein!